Vorarbeiten

Die geplante Initiative schließt an die Arbeiten der 2023 von TELOTA und der Frauenvertretung der BBAW gegründeten Arbeitsgruppe „Gender & Data“  an. Die Arbeitsgruppe hat neben verschiedenen Workshops an der BBAW zur Bewusstseinsbildung für den Gender-Data-Gap bereits konkrete Leitlinien und Werkzeuge für eine geschlechtersensitive Forschungspraxis entwickelt. Aus der Arbeitsgruppe heraus wurde die Idee für die Initiative „Gender & Data“ entwickelt.

Daneben baut die Initiative auf den Erkenntnissen der von 1998 bis 2000 durchgeführte IAG „Frauen in Akademie und Wissenschaft“  auf. Von der damaligen Akademieleitung anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Preußischen Akademie der Wissenschaften ins Leben gerufen, war das Ziel des Arbeitskreises, das Binnenleben der Akademie und insbesondere die Partizipation von Frauen in der Wissenschaft zu untersuchen. Dabei wurden die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Familiensystemen sowie die sich wandelnden Geschlechterrollen berücksichtigt, die wissen-schaftliche Karrieren von Männern und Frauen zwischen 1700 und 2000 beeinflussten. Während die damalige Arbeitsgruppe die Rolle von Frauen an den Akademien und in der Wissenschaft allgemein untersuchte, verschiebt die neue Initiative den Fokus: Sie rückt Frauen als Forschungsgegenstand in den Mittelpunkt und widmet sich entsprechend der Ausrichtung der Akademien auf Grundlagenforschung, Quellen von und über Frauen sowie den Methoden und Praktiken ihrer Erschließung, Präsentation und Zugänglichmachung. Anders als die IAG wirkt sie nicht nur auf theoretischer Ebene durch einen wissenschaftlichen Beirat, sondern durch die Angliederung der Mitarbeitenden der Initiative an das Archiv und TELOTA auch unmittelbar in der Forschungspraxis der Akademie.

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